Die Intensivierung und Steigerung der globalen landwirtschaftlichen Erzeugung ist zu einem großen Teil auch auf die Ausweitung der landwirtschaftlichen Nutzfläche auf der Südhalbkugel zurückzuführen. Wie die Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen (UFOP) unter Hinweis auf Angaben der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und der Weltbank feststellte, werden die Sojaanbauflächen in Südamerika und die Palmölplantagen in Südostasien und insbesondere in Indonesien weiter ausgedehnt. Die Umwandlung von Urwald sowie anderen für den Umwelt- und Klimaschutz notwendigen Flächen stößt laut UFOP zunehmend auf öffentlichen und politischen Widerstand. Unterdessen ist die Ackerflächenentwicklung auf der Nordhalbkugel laut UFOP bedingt durch Naturschutzprogramme und den Flächenbedarf für Infrastruktur und Siedlungsflächen seit Jahren rückläufig. Allerdings hätten hier Produktivitätssteigerungen den Flächenrückgang mehr als ausgeglichen. Dies sei nicht zuletzt das Ergebnis der Forschungs- und Innovationsleistung von Hochschulen und Unternehmen.