Das durchschnittliche Einkommen der niederländischen Landwirte und Gartenbauer hat sich 2017 deutlich erhöht. Wie die Universität Wageningen am 18. Dezember 2017 mitteilte, stieg die mittlere Entlohnung je nicht entlohnter Jahresarbeitseinheit in diesem Jahr im Vergleich zu 2016 um schätzungsweise 20 000 € oder 40 % auf 70 000 €. Das wäre ein Rekord. Den Erlös pro 100 € Kosten veranschlagen die niederländischen Ökonomen auf 104 €. Damit würde der Sektor zum ersten Mal seit dem Jahr 2000 rentabel wirtschaften, wobei aber die Ergebnisse in den einzelnen Produktionsrichtungen recht unterschiedlich ausgefallen sein dürften. Das höchste Einkommensplus dürften der Universität zufolge in diesem Jahr die Legehennenhalter erzielen. Als Ursache nennen die Wissenschaftler die Preissteigerung für Eier als Folge der Verknappung im Zuge der Fipronilkrise. Auch das Einkommen der Milcherzeuger soll kräftig steigen. Für die Schweinebauern wurde ebenfalls ein Plus errechnet. Ein kräftiges Minus weisen die Ökonomen dagegen für das Einkommen der Ackerbauern aus. Ausschlaggebend dafür seien vor allem die niedrigen Preise für Konsumkartoffeln, Zuckerrüben und Zwiebeln gewesen.