Voraussichtlich ab April 2018 könne unbehandeltes Geflügelfleisch aus Betrieben, die an der Initiative teilnehmen, mit deren Logo gekennzeichnet werden, kündigte ITW-Geschäftsführer Dr. Alexander Hinrichs gegenüber der Tageszeitung „Die Welt“ an. Bislang wurde das Fleisch aus der Produktion von teilnehmenden Höfen nicht gesondert gekennzeichnet.
Das Konzept der ITW finden 93 % der Verbraucher in Deutschland gut oder sehr gut, fand jetzt das Meinungsforschungsinstitut forsa in einer bundesweiten, repräsentativen Umfrage zur Nutztierhaltung und Fleischproduktion heraus. Wie die ITW am 22. Dezember 2017 dazu mitteilte, bezeichneten zudem 83 % der mehr als 1 000 Befragten es als gut, eine tiergerechtere Ausgestaltung der Nutztierhaltung in vielen kleinen Schritten konsequent umzusetzen, ohne dabei etwas zu überstürzen. „Wir freuen uns über den großen Zuspruch zu unserem Ansatz“, kommentierte ITW-Geschäftsführer Dr. Alexander Hinrichs die Ergebnisse. Ein weiteres Ergebnis der forsa-Umfrage war laut ITW, dass die Mehrheit der Deutschen neben den Landwirten auch den Staat, den Lebensmitteleinzelhandel und die Verbraucher in der Verantwortung für eine tiergerechtere Haltung sieht. „Die Frage der Tierhaltung ist folglich eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“, erklärte Hinrichs. Wenn es um die Begleichung der Kosten für die tiergerechtere Haltung geht, gaben 72 % der Befragten an, dass hier der Verbraucher gefragt sei. Von den Teilnehmern, die Fleisch verzehren, äußerten 89 % die Bereitschaft, mehr Geld für Fleisch auszugeben, wenn das zu verbesserten Haltungsbedingungen führe. Allerdings wies das forsa-Institut laut ITW darauf hin, dass die Themen des Umwelt- und Tierschutzes zwar hoch im Kurs der Bürger stünden, sich dies aber nicht in einem konkreten Ausgabeverhalten niederschlagen müsse.