01 - Jeder vierte EU-Landwirt gab auf

In der Europäischen Union ist die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe in weniger als einem Jahrzehnt um mehr als ein Viertel gesunken. Das geht aus dem aktuellen Statistischen Buch über die Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft des Statistischen Amtes der Europäischen Union (Eurostat) hervor. Laut der Veröffentlichung sank die Zahl der Betriebe in der EU ohne Kroatien zwischen 2005 und 2013 um 26,2 %, was einem durchschnittlichen Rückgang von 3,7 % pro Jahr entspricht. Die höchsten Aufgaberaten bei den landwirtschaftlichen Betrieben verzeichneten die Slowakei mit einem jährlichen Minus von 12,5 % im Mittel, gefolgt von Bulgarien mit 8,9 % sowie Polen mit 6,6 %. Im Gegensatz dazu war Irland der einzige EU-Mitgliedstaat, der zwischen 2005 und 2013 eine Zunahme der Zahl seiner landwirtschaftlichen Betriebe aufwies, und zwar von durchschnittlich 0,6 % pro Jahr, was rund 7 000 zusätzlichen Höfen entspricht. Einschließlich Kroatien melden die Statistiker für das Jahr 2013 für die Gemeinschaft rund 10 Mio. landwirtschaftliche Betriebe.