01 - Tipps zum Sommerweizen

Der Anbau von Sommerweizen in NRW hatte im Erntejahr 2016 mit gerade einmal 3 000 ha nur eine Randbedeutung. Über die Chancen und Risiken der Kultur, die Ergebnisse der Landessortenversuche und Anbautipps berichten Heinrich Brockerhoff und Heinz Koch, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.

Wie die Saat, so die Ernte. Sommerweizen sollte so früh wie möglich gesät werden. Foto: Heinrich Brockerhoff

Sommerweizen hat unter den Sommergetreidearten das höchste Ertragspotenzial. Hohe Erträge lassen sich sicher aber nur auf guten Standorten bei rechtzeitiger Saat und ausreichender Wasserversorgung erzielen. Die Ertragsleistung auf schwächeren Standorten ist unsicher. Hier sind Sommerhafer oder Sommergerste die bessere Wahl. In Ackerbauregionen mit entsprechenden Alternativen kommt Sommerweizen nur dann zum Zuge, wenn nichts anderes mehr geht. Die Weizenbestellung nach sehr später Rüben- oder Körnermaisernte und ungünstigen Witterungs- und Bodenbedingungen sind ein entsprechendes Beispiel. Aber auch hier kommt Sommerweizen erst dann ins Spiel, wenn nicht doch noch spätsaatverträgliche Winterweizensorten gedrillt werden können. Für späte Saattermine eignen sich alternativ dann auch Sommerweizensorten, die als sogenannte „Wechselweizen“ bezeichnet werden. Diese Sorten besitzen eine eingeschränkte Winterhärte. In milden Regionen eine Chance, in Höhenlagen eher ein Risiko.

Mehr in LZ 01-2017, S. 20