Keine wesentlichen Veränderungen gegenüber 2017 sieht das ukrainische Beratungsunternehmen UkrAgroConsult für den heimischen Getreidemarkt im neuen Jahr. Geschäftsführer Sergej Feofilow geht in einem zum Jahreswechsel vorgelegten Ausblick davon aus, dass sowohl die ukrainische Getreideproduktion als auch das Exportpotenzial auf Vorjahresniveau bleiben. Ein Schlüsselereignis sieht der Experte in der Öffnung des ukrainischen Bodenmarktes, die eigentlich für Anfang 2018 vorgesehen war. Das Parlament in Kiew hatte aber am 7. Dezember beschlossen, das bereits seit 2001 bestehende Moratorium zum Grundstückshandel bis zum 1. Januar 2019 zu verlängern. Sollte es zu einer Freigabe des Handels mit Agrarland kommen, rechnet Feofilow mit einer Anpassungsphase von drei bis sieben Jahren. Als Folge der Liberalisierung des Bodenmarktes seien dann in den Jahren 2024 bis 2027 eine Erhöhung der Produktivität beim Getreideanbau und eine Steigerung der Getreideexporte zu erwarten.