02 - DBV für Stärkung der bäuerlichen Viehhaltung

Der Deutsche Bauernverband (DBV) unterstützt das Ziel von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt, bäuerliche viehhaltende Betriebe künftig im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) stärker zu fördern.

Im Interview mit Agra-Europe (AgE) bezeichnet Generalsekretär Bernhard Krüsken einen solchen Ansatz als „richtig und konsequent“, warnt aber, dass dies nicht zu Lasten anderer Betriebe gehen dürfe. Eine bessere Förderung der Tierhaltung sollte nach Auffassung von Krüsken daher aus der Zweiten Säule kommen. Hier seien viele Maßnahmen vorstellbar, um die Tierhaltung auch in der Fläche zu halten. Ausdrücklich begrüßt der Generalsekretär das grundsätzliche Bekenntnis im Grünbuch „Ernährung, Landwirtschaft, Ländliche Räume“ zur Zwei-Säulen-Struktur, die Forderung nach Vertrauensschutz sowie die Betonung der Einkommenssicherungsfunktion der GAP. Das 2013 eingeführte System „Förderung der ersten Hektare“ hält Krüsken grundsätzlich für sinnvoll und richtig. Der Bauernverband werde sich der Diskussion stellen, wenn dies im Rahmen der GAP nach 2020 weiterentwickelt werden solle. Damit einher gehe ein Verzicht auf Degression und Kappung. „In dem Moment, wo ich das System der ersten Hektare habe, ­brauche ich über Kappung und Degression nicht mehr zu diskutieren“, so Krüsken.