02 - DRV: Getrübte Perspektiven für 2017

Obwohl sich auf den Märkten für tierische Erzeugnisse zum Jahreswechsel eine leichte Entspannung ab­gezeichnet hat, bleiben die Perspektiven für das ­Agribusiness nach Einschätzung des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV) getrübt.

Wie der Verband am Mittwoch vergangener Woche in einem Ausblick auf das neue Jahr mitteilte, kann für das Geschäftsjahr 2017 „keine Entwarnung“ gegeben werden. So würden die wirtschaftlichen ­Rahmenbedingungen der Branche beeinträchtigt durch geopolitische Unsicherheiten, eine geschwächte EU, Handelsblockaden sowie durch Bundes- und Landespolitiker, die den Bundestagswahlkampf einleiteten. Zunehmend sähen die DRV-Mitgliedsunternehmen die notwendige Planungssicherheit und den gesellschaftlichen Rückhalt gefährdet. Laut Raiffeisenverband verringerte sich der Umsatz der 2 200 genossenschaftlichen Unternehmen nach ersten vorläufigen Schätzungen 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 5,4 % auf 58,4 Mrd. €. Gravierende Rückgänge wurden dabei für die Warenwirtschaft mit 7,5 % und für die Milchwirtschaft mit 4,8 % notiert. Dagegen verzeichnete die genossenschaftliche Vieh- und Fleischwirtschaft ein Umsatzplus von 2,5 %. Für die 733 in der landwirtschaftlichen Erzeugung tätigen Agrargenossenschaften geht der DRV von Erlösrückgängen aus, die sich im Durchschnitt der Produktionsrichtungen auf rund 10 % beliefen.