Der Deutsche Bauernverband (DBV) sieht Fortschritte in der umweltgerechten Ausbringung von Gülle, Gärresten und Mist. Vor allem die zügige Einarbeitung in den Boden senke erheblich die Ammoniak-Emissionen. Von 2010 bis 2015 hätten die Landwirte ihre Arbeitsweise bei der Gülledüngung den umweltpolitischen Erkenntnissen angepasst, erklärte der Bauernverband mit Blick auf die Agrarstrukturerhebung. Der DBV rechnet damit, dass dieser Trend der Emissionsminderung in den kommenden Jahren weitergeht. Er betonte, dass Gülle, Gärreste aus Biogasanlagen und Mist nicht nur wertvolle Dünger mit wichtigen Nährstoffen für die Pflanzen seien, sondern auch wichtige Elemente der Nachhaltigkeit und der Kreislaufwirtschaft. Je mehr Stickstoff zur Deckung des Bedarfs der landwirtschaftlichen Kulturen aus Gülle oder Mist genutzt werden könne, umso weniger seien die Landwirte auf den Zukauf von energieintensiv hergestellten Mineraldüngern angewiesen.