02 - Geflügelpest: Situation verschärft sich

Trotz zahlreicher Sicherheitsmaßnahmen ist kein Ende des Geflügelpestgeschehens in Sicht. In der vergangenen Woche kam es sowohl in Deutschland als auch in anderen Ländern der EU zu zahlreichen Neuausbrüchen in Nutzgeflügelbeständen. Im Bundesgebiet war dabei Niedersachsen am stärksten betroffen.

Zuletzt bestätigte sich am Freitag vergangener Woche bei einem Putenmäster in Hurrel im Landkreis Oldenburg eine Infektion mit der hochpathogenen aviären Influenza vom Typ H5N8. Die 7 300 Tiere im Ausbruchsbetrieb sowie 13 800 Puten einer damit verbundenen Mastanlage wurden getötet. Zu Beginn der Woche mussten wegen der Geflügelpest bereits ein Bestand von 18 800 Putenhähnen in Wardenburg im Landkreis Oldenburg und einer mit 8 200 Tieren in Garrel im Kreis Cloppenburg gekeult werden. Insgesamt gab es damit in Niedersachen seit November 2016 zwölf Ausbrüche in Nutzgeflügelhaltungen, dem rund 250 000 Tiere zum Opfer fielen. In der vergangenen Woche war erneut auch Sachsen-Anhalt von der aggressiven Tierseuche betroffen. Rund 33 000 Legehennen mussten auf einem Geflügelhof in Brumby im Salzlandkreis getötet werden. Frankreich wird rund 1 Mio. Enten und Gänse vorsorglich töten. Zugespitzt hat sich zuletzt auch die Lage in Polen. Presseberichten zufolge sind am Ufer der Oder die polnischen Geflügelbauern von der Geflügelpest schwer betroffen.