03 - Häusling für neues EU-Agrarfördersystem

Seine Forderung nach einem Umbau der Unterstützung für die Landwirte in der Europäischen Union hat der agrarpolitische Sprecher der Grünen/EFA im Europaparlament, Martin Häusling, bekräftigt.

Wie der Grünen-Politiker am Donnerstag vergangener Woche bei der Vorstellung der Studie „Fundamente statt Säulen: Vorschläge zur Neuausrichtung der EU-Agrarpolitik“ in Berlin ausführte, will er weg vom Säulenmodell und hin zu einer Honorierung von Leistungen, die sich den Ökolandbau zum Leitbild nimmt und diesen als Premiumstandard für öffentliche Gelder definiert. Betriebe, die lediglich nach den gesetzlichen Bedingungen wirtschafteten, sollten keine öffentlichen Gelder mehr erhalten, so Häusling. Das derzeitige Modell einer export- und wachstumsorientierten Landwirtschaft beschere zwar dem Handel und der Lebensmittelindustrie satte Gewinne. Es sichere aber weder den Bauern ein angemessenes Einkommen noch entspreche es den Erwartungen der Verbraucher. Der Grünen-Politiker will, dass das Zahlungssystem ab 2020 und dann bis spätestens 2034 umgebaut wird. Für den Übergang zu tiergerechteren Haltungssystemen müsse die Förderung schrittweise angepasst werden.