Die Ernährungssicherung und somit die Landwirtschaft sowie das Erreichen von Umweltzielen dürften nicht gegeneinander ausgespielt werden. Der Beitrag der Landwirtschaft zum Klimaschutz sollte weiter steigen, so das Agrarressort. Dies solle aber über den Weg von Forschung, Innovation und Landwirtschaft 4.0 gehen. „Darin müssen wir unsere Energie investieren“, erklärte ein Sprecher des Ministeriums gegenüber Agrar-Europe. Im Übrigen trage die Landwirtschaft in Deutschland zum Wohlstand und zum Erhalt von Arbeitsplätzen bei, insbesondere in ländlichen Gebieten. Nach den Worten von DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken ist das Kursbuch 2050 ein „Masterplan zur Abwicklung großer Teile der Landwirtschaft“. Eine Umsetzung der Greenpeace-Forderungen würde 250 000 Jobs im Agrarbereich gefährden und einen Wertschöpfungsverlust von 20 Mrd. € bis 25 Mrd. € zur Folge haben. Krüsken bezeichnete die Vorschläge, etwa die Forderung nach einer Halbierung des Fleischkonsums bis 2050, als „Planwirtschaftsmentalität à la Ostblock“, bei der bis in die Essgewohnheiten der Menschen hineinregiert werde. Zuspruch erhielt von Greenpeace für die präsentierten Vorschläge vom agrarpolitischen Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Friedrich Ostendorff.