03 - Sommerhafer kann mehr

Die Anbaufläche von Hafer in NRW war 2016 mit rund 8 000 ha im Vergleich zum Vorjahr konstant. Sommerhafer hatte daran einen Anteil von 7 100 ha. Über die Chancen und Risiken der Kultur, die Ergebnisse der Landessortenversuche und die abzuleitenden Anbauempfehlungen berichten Heinrich Brockerhoff und Heinz Koch, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.

In den Landessortenversuchen werden auch Kurzstrohhafer-Sorten geprüft. Foto: Heinrich Brockerhoff

Nach den vorläufigen Zahlen der Besonderen Ernteermittlung in NRW lag der Haferertrag in der Ernte 2016 mit 53,3 dt/ha in etwa auf dem Durchschnittsniveau der Jahre 2010 bis 2015. Auffällig ist auch in diesem Jahr die erhebliche Ertragsdifferenz zu den Erträgen in den Landessortenversuchen. Hier wurden mit 83,5 dt/ha auf den Lehmstandorten und 76,2 dt/ha auf den Sandstandorten deutlich höhere Erträge erzielt. Die Differenzen sind typisch für Sommerhafer, der anscheinend sein genetisches Ertragspotenzial unter Praxisbedingungen nicht umsetzen kann. Die Gründe hierfür sind vielschichtig.

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