Nach den vorläufigen Zahlen der Besonderen Ernteermittlung in NRW lag der Haferertrag 2017 mit 53,0 dt/ha um 15 % unter dem Durchschnittsniveau der Jahre 2011 bis 2016. Sommerhafer wird in NRW in erster Linie zu Futterzwecken für die Pferdehaltung oder zur Aufbesserung des Kraftfutters für den eigenen Betrieb angebaut. Er steht in der Praxis oft auf ertragsschwächeren Standorten als abtragende Frucht an einer ungünstigsten Stelle der Fruchtfolge und wird dann oft extensiv, manchmal auch stiefmütterlich, behandelt. Das eigentliche Ertragspotenzial der Kultur kann oft nicht realisiert werden. Versuchsergebnisse, aber auch Praxisergebnisse bei optimalen Anbaubedingungen zeigen, dass Sommerhafer zu deutlich höheren Leistungen fähig wäre.
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