Die nordrhein-westfälische Landesregierung sieht keine Probleme in der Betreuung der heimischen Wälder durch einen kartellrechtskonform organisierten Landesbetrieb. Das wurde am Mittwoch vergangener Woche im Düsseldorfer Landtag bei der Diskussion eines Antrags der Grünen deutlich, der eine nachhaltige Gestaltung der Waldwirtschaft im Land fordert. Der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion, Rainer Deppe, erklärte, eine kartellrechtskonforme Organisation der Betreuung und Vermarktung sei durchaus in der Lage, die nordrhein-westfälischen Wälder „gut und nachhaltig“ zu bewirtschaften und zu betreuen. Leitbild der Landesregierung sei der private Waldeigentümer, der verantwortungsvoll mit seinem Eigentum umgehe. Die Zeiten, in denen der staatliche Wald als der „gute“ und der private als der „schlechte“ gegolten habe, habe die Regierungskoalition beendet, so Deppe. Ihm zufolge ergibt sich aus allen Gutachten zum Thema, dass lokalen Forstgemeinschaften und den regional in der Vermarktung tätigen Forstwirtschaftlichen Vereinigungen künftig eine wichtige Bedeutung zukommen werde. Diese Organisationen wollten CDU und FDP stärken und dabei auch die Eigentümer kleiner Waldflächen „nicht vernachlässigen“.