04 - BÖLW will 20 %-Flächenziel bis 2027

Der Bundesverband Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) will den Ökolandbau in Deutschland rasch vorantreiben. Der BÖLW-Vorsitzende Dr. Felix Prinz zu Löwenstein begrüßte es am Mittwoch vergangener Woche im Vorfeld der Internationalen Grünen Woche in Berlin erneut, dass die Bundesregierung am 20 %-Ziel des Ökolandbaus festhalten wolle. Bedauerlicherweise habe sie dazu aber keinen Zeithorizont benannt. Prinz Löwenstein will, das in seinen Augen nötige, aber auch ambitionierte Ziel, bis zum Jahr 2027, also bis zum Ende der nächsten EU-Förderperiode, erreichen, was einer Verdreifachung der derzeitigen Ökofläche in Deutschland gleichkäme. Dazu seien allerdings politische Maßnahmen notwendig. Ankündigungen, Pläne und Prämien reichten nicht aus. Beispielsweise sieht der BÖLW-Vorsitzende einen großen Nachholbedarf in der Ausbildung an den Berufs- und Hochschulen. Auch die Forschung „dümpele“ noch vor sich hin. Mit Blick auf die Agrarforschung fordert Prinz Löwenstein analog zur Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) mindestens 60 Mio. € für das Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN).