04 - Faire Wettbewerbsbedingungen gefordert

Nach Ansicht der Wirtschaftlichen Vereinigung Zucker (WVZ) hat die Reform der EU-Zuckermarktordnung zu einer einseitigen Liberalisierung des Zuckermarktes in der Gemeinschaft geführt. Die Wettbewerbsbedingungen am internationalen Markt seien dagegen noch immer zugunsten der großen Erzeugerländer verzerrt. Dagegen müsse die Politik offensiv vorgehen, forderte der WVZ-­Vorsitzende Dr. Hans-Jörg Gebhard anlässlich der Eröffnung der Internationalen Grünen Woche (IGW) vergangene Woche in Berlin. Die WVZ warnt vor zusätzlichen Marktöffnungen für Importe ohne fairen Wettbewerb. Diese gingen allein zu Lasten der europäischen Erzeuger. „Mit der bloßen Liberalisierung des europäischen Zuckermarktes ist es nicht getan. Staatliche Subventionen für die Zuckererzeugung wie in Brasilien verschlechtern unsere Chancen am Weltmarkt“, betonte Gebhard. Deshalb solle Zucker bei den Verhandlungen über das Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Ländern außen vor bleiben.