In Deutschland und in anderen EU-Ländern kann wegen weiterer Geflügelpestfälle noch keine Entwarnung hinsichtlich dieses Seuchengeschens gegeben werden. So waren in Niedersachsen in der vergangenen Woche zwei Geflügelbetriebe von Ausbrüchen des H5N8-Virus betroffen: Ein Putenbetrieb in Bösel im Landkreis Cloppenburg, wo 25 000 Tiere getötet werden mussten und ein Entenmastbetrieb im Landkreis Diepholz, wo alle 10 000 Tiere des Bestandes gekeult wurden. Ferner bestätigte sich ein Geflügelpestausbruch im Brandenburg auf einer Putenfarm im Spreewald mit rund 45 000 Tieren. Eine Woche zuvor hatte es im Landkreis Ostprigniz-Ruppin den ersten H5N8-Fall in Brandenburg gegeben, in dessen Folge 11 000 Puten getötet wurden. Mittlerweile gibt es in Niedersachen 14 Ausbrüche der hochpathogenen Influenza in Geflügelbeständen, deutschlandweit sind es 25. Insgesamt mussten bereits rund 525 000 Tiere getötet werden. Die französische und die bulgarische Regierung haben unterdessen den Erzeugern finanzielle Hilfen zugesichert.