Der Leguminosenanbau in Deutschland hatte aufgrund seiner geringen Wettbewerbsfähigkeit bis 2014 stetig abgenommen. In den letzten beiden Jahren gab es eine deutliche Anbauausdehnung. Die Gründe hierfür sind mit der Anrechnung von Leguminosen im Greening und dem Förderprogramm „Vielfältige Kulturen“ schnell ausgemacht. Politik und Gesellschaft wollen im Rahmen der Eiweißstrategie den Anbau heimischer Leguminosen steigern. Hierzu wurden über die Anrechenbarkeit von Leguminosen im Rahmen der 1. Säule über das Greening und zusätzlich geförderte Agrarumweltmaßnahmen im Rahmen der 2. Säule entsprechende Anreize geschaffen. 2015 wurden in Deutschland rund 162 000 ha stickstoffbindende Pflanzen als ökologische Vorrangfläche angebaut. Stickstoffbindende Pflanzen waren der drittwichtigste Typ der ökologischen Vorrangflächen nach Zwischenfrüchten/Untersaaten und Brachflächen. Das kann sich aber auch ganz schnell wieder ändern, wenn ab 2017 der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln beim Anbau von Leguminosen für das Greening verboten werden sollte. Konventionell wirtschaftende Betriebe werden dann keine Leguminosen mehr als Greening anbauen und beim Greening ausschließlich auf Zwischenfrucht/Untersaat, Brachen und Streifen setzen. Das wäre sehr bedauerlich.
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