04 - Viele offene Fragen bei Reformplänen

DBV-Fachforum „GAP nach 2020 mit neuem Umsetzungsmodell“: Rukwied warnt erneut vor einer Renationalisierung der GAP – Kommissionsbeamter Mögele hält Befürchtungen für unbegründet.

DBV-Bauernpräsident Joachim Rukwied befürchtet, dass der Gestaltungsspielraum für Mitgliedstaaten bei der GAP Wettbewerbsverzerrungen innerhalb Europas mit sich bringt. Fotos: Dr. Thomas Tanneberger

Der Deutsche Bauernverband (DBV) sieht weiter die Gefahr einer Renationalisierung der europäischen Agrarpolitik. Der von der EU-Kommission geplante Gestaltungspielraum für Mitgliedstaaten bei der Umsetzung der künftigen Regelungen berge das Risiko von Wettbewerbsverzerrungen innerhalb Europas, warnte Bauernpräsident Joachim Rukwied beim DBV-Fachforum „GAP nach 2020 mit neuem Umsetzungsmodell“ am Mittwoch vergangener Woche in Berlin. Keinesfalls dürfe eine gemeinschaftlich finanzierte Erste Säule als wichtigstes Absicherungsinstrument für eine nachhaltige und wettbewerbsfähige Landwirtschaft in Frage gestellt werden. Rukwied äußerte zugleich erhebliche Zweifel, dass mit dem neuen Umsetzungsmodell und der Verlagerung von Kontrollen auf die unteren Ebenen die gewünschten Vereinfachungen erreicht werden können.

Mehr in LZ 4-2018, S. 10