Forscher der Schwedischen Universität für Agrarwissenschaften haben eine Kartoffel entwickelt, die Verbraucher bei der gesunden Ernährung und beim Umgang mit einer Diabeteserkrankung unterstützen könnte. Wie die Universität berichtete, enthält die neue Kartoffel einen erhöhten Anteil an sogenannter resistenter Stärke. Dabei handelt es sich um Stärke, die zwar chemisch genauso aufgebaut ist wie normale Kohlenhydrate. Aufgrund ihrer abweichenden molekularen Struktur kann diese Stärke aber nicht ohne weiteres durch menschliche Verdauungsenzyme abgebaut werden. Die resistente Stärke zählt daher zu den Ballaststoffen. Nach Darstellung der Wissenschaftler bringen solche unverdaulichen Kohlenhydrate etliche Vorteile: Sie verringerten den Kaloriengehalt der Mahlzeit, förderten das Wachstum nützlicher Darmbakterien sowie die Verdauung und wirkten sich zudem günstig auf den Glukosespiegel und den Insulinhaushalt aus. Da die Zulassung einer gentechnisch veränderten Kartoffel in Europa nicht zu erwarten ist, wollen die schwedischen Forscher nun eine Sorte mit ähnlichen Eigenschaften auf einem anderen Weg entwickeln.