07 - Ackerbohnen schützen: Was ist nötig?

Die Anbaufläche von Ackerbohnen hat sich durch Förderprogramme in den letzten drei Jahren nahezu verdoppelt. Neben den finanziellen Anreizen bereichert diese Leguminose aber auch aus pflanzenbaulicher und phytosanitärer Sicht die Fruchtfolge. Ackerbohnen werden erfolgreich angebaut, wenn ein paar Regeln beachtet werden. Diese stellt Eugen Winkelheide, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, vor.

Die Unkrautbekämpfung ist mechanisch durch Striegeln möglich. Foto: Eugen Winkelheide

Sobald der Boden im Frühjahr abgetrocknet und ohne Verdichtungen befahrbar ist, können Ackerbohnen gesät werden. Sie beginnen ab 2 °C Bodentemperatur zu keimen und können Spätfröste bis – 5 °C vertragen. Ackerbohnen sind dankbar für tiefgründige und wasserführende Böden. Die Aussaattiefe sollte mindestens bei 6 bis 8 cm liegen. Die Unkrautbekämpfung stellt einen wesentlichen Faktor des erfolgreichen Anbaus dieser Kultur dar. Sie ist mechanisch durch Striegeln und Hacken oder chemisch durch den Einsatz von Herbiziden möglich. Beiden Verfahren gleich ist, dass etablierte Unkrautpflanzen nach der Saat nicht mehr bekämpft werden können. Flächen mit Wurzelunkräutern, wie zum Beispiel Disteln, Ampfer und Winden, sind nicht geeignet. Durch eine vorgeschaltete Bodenbearbeitung etwa zwei bis drei Tage vor der Aussaat können aufgelaufene Unkräuter beseitigt werden. In Ausnahmefällen ist auch der Einsatz eines glyphosathaltigen Herbizides bis fünf Tage vor der Saat angeraten, wenn eine frühe Bearbeitung der Fläche nicht möglich ist. Hierbei kann die maximale Aufwandmenge je nach Art und Größe der Verunkrautung oder der Verungrasung reduziert werden.

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