Verschiedene Umweltorganisationen haben eine Europäische Bürgerinitiative (EBI) für ein Verbot des Breitbandherbizidwirkstoffs Glyphosat gestartet. Die Initiative gab am Mittwoch vergangener Woche bekannt, bis Ende Juni 2017 mehr als 1 Mio. an Unterschriften gegen die Wiederzulassung von Glyphosat sammeln zu wollen. Ihr gehören Organisationen aus 13 Ländern an. Aus Deutschland wird die EBI unter anderem vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), von Campact und dem Umweltinstitut München unterstützt. Nach Ansicht des Geschäftsführers von Campact, Christoph Bautz, hat Glyphosat nichts in einer modernen und bäuerlichen Landwirtschaft zu suchen, da es im Verdacht stehe, krebserregend zu sein. Der Europaabgeordnete Martin Häusling von den Grünen begrüßte die Initiative, da es nur mit öffentlichem Druck möglich sei, „eine blinde Verlängerung“ der Zulassung des Herbizids zu verhindern. Die EU-Kommission hat die Zulassung von Glyphosat auf dem EU-Markt um 18 Monate bis Ende 2017 verlängert. Die 28 EU-Mitgliedstaaten in den zuständigen EU-Ausschüssen waren zu keiner qualifizierten Mehrheit für oder gegen die Neuzulassung des Herbizidwirkstoffs gekommen, weshalb die Entscheidung darüber der Brüsseler Behörde zufiel.