07 - Vor zu großem Einfluss von NGOs gewarnt

Mit Blick auf den zunehmenden Einfluss von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) hat der Präsident des Deutschen Kartoffelhandelsverbandes (DKHV), Thomas Herkenrath, mehr Sachlichkeit beim Umgang mit Nahrungsmitteln angemahnt. Beim 13. Berliner Kartoffelabend stellte Herkenrath am Dienstag vergangener Woche vor rund 500 Gästen fest, dass sich Lebensmittelketten heute mehr denn je nach dem richteten, was externe Stakeholder mit eigenen Interessen forderten. Mitunter habe man den Eindruck, dass sich die Handelsunternehmen einen regelrechten Wettbewerb lieferten, wer „der beste Umweltschützer“ sei, konstatierte der DKHV-Präsident. Dies habe dazu geführt, dass selbst unrealistische oder unsinnige Forderungen von Nichtregierungsorganisationen oft stärkeren Einfluss auf die Unternehmensstrategien hätten als der Gesetzgeber oder der Verbraucher, beklagte Herkenrath. Der Konsument werde zudem durch häufig schlecht recherchierte Skandalberichte verunsichert, wonach Landwirte und Handel den Verbraucher aus Profitgier mit Pestiziden vergiften würden. Der DKHV-Präsident sieht deshalb die Ketten, aber auch die Kartoffelhändler in der Pflicht, solchen Entwicklungen entgegenzutreten. Eine Totalopposition lehnt er allerdings ab.