07 - Zuckerpreis gedrückt

Die in einigen Mitgliedsländern der Europäischen Union gewährten Subventionen für Zuckerrübenanbauer führen zu deutlichen Wettbewerbsverzerrungen gegenüber den Staaten, die keine spezielle Beihilfe zahlen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie, die die Abteilung für Wirtschaftsforschung der Universität Wageningen im Auftrag der Wirtschaftlichen Vereinigung Zucker (WVZ) durchgeführt hat. Demnach erhöht sich die Zuckerrübenerzeugung in der Europäischen Union um schätzungsweise insgesamt 1,3 %. Dafür ist die auf freiwilliger Basis an die Rübenfläche gekoppelte Direktzahlung verantwortlich. Diese wurden zuletzt in elf Mitgliedstaaten gewährt, nämlich in Polen, Tschechien, Italien, Spanien, Rumänien, Kroatien, der Slowakei, Ungarn, Finnland, Lettland und Griechenland. In der Folge verbilligen sich Zuckerrüben EU-weit um 4,5 %. Die entsprechenden Einkommenseinbußen der Zuckerrübenanbauer in Ländern ohne Rübensubvention beziffern die Forscher auf insgesamt fast 133 Mio. €.