Wie die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeslandwirtschaftsministerium, Dr. Maria Flachsbarth, auf eine schriftliche Frage der agrarpolitischen Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, Dr. Kirsten Tackmann, hin ausführte, beziehen sich die Angaben auf eine Brüterei, die jährlich 10 Mio. weibliche Küken unter Anwendung des spektroskopischen Verfahrens erzeugt. Bei einer durchschnittlichen Legeleistung von 300 Eiern je Henne betragen die Mehrkosten je Ei laut Bundesregierung 0,007 Cent. „Die dargestellten Mehrkosten erscheinen im Hinblick auf den damit verbundenen Fortschritt im Tierschutz verhältnismäßig“, heißt es in der Antwort. „Es wird sich zeigen, ob der Optimismus der Bundesregierung den Faktencheck besteht oder ob geflügelhaltenden Betrieben und der Bevölkerung damit ein Kuckucksei ins Nest gesetzt wird“, kommentierte Tackmann. Ihre Fraktion werde kritisch beobachten, ob die Rechnung der Bundesregierung für die Mehrkosten pro Ei aufgehe und zugleich weiter für die Alternativen kämpfen. Die Linke bleibe bei ihrer Präferenz für Zweinutzungsrassen und Bruderhahninitiativen zur Aufzucht der männlichen Eintagsküken. Damit bedürfte es nach ihren Worten keiner neuen technologischen Investitionen, um das Töten männlicher Küken zu verhindern, sondern nur „den politischen Willen“.