Die Anzahl gebietsfremder Arten nimmt weltweit kontinuierlich zu, und es gibt bislang auch keine Anzeichen dafür, dass dieser Trend abebbt. Das ist das Ergebnis eines internationalen Forschungsprojektes, über das die Universität Konstanz am Mittwoch vergangener Woche informierte. In dem gemeinsamen Projekt erstellten Wissenschaftler eine Datenbank, die Angaben zum Erstfund einer gebietsfremden Art außerhalb ihres Heimatgebiets beinhaltet. Insgesamt sind nach Angaben der Forscher mehr als 45 000 Erstfunde von gut 16 000 Arten darin verzeichnet. Die Anzahl gebietsfremder Arten habe in den vergangenen 200 Jahren bei allen Organismengruppen zugenommen, und mit Ausnahmen von Säugetieren und Fischen gebe es keine Hinweise auf eine Abschwächung des Trends, erklärte Studienleiter Dr. Hanno Seebens vom Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum. Dies sei eine Konsequenz des Klimawandels.