08 - Grüne wollen kleinere und Ökobetriebe fördern

Für eine stärkere Bevorzugung „bäuerlich-ökologisch wirtschaftender“ Betriebe im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union haben sich die grünen Landesminister sowie die agrarpolitischen Bundestags- und die Europaabgeordneten ausgesprochen. Wie diese in einem vergangene Woche bekanntgewordenem Papier darlegen, sollten durch Umschichtung und Koppelung von Beihilfen jährlich fast 1 Mrd. € mehr bis 2020 „für Ökologie, Tierschutz und Qualität in der Landwirtschaft“ zur Verfügung stehen. Nach Ansicht der Grünen-Politiker befördert die derzeitige GAP ein „industrielles Agrarsystem“, in dem über die Direktzahlungen der Ersten Säule vor allem der Besitz von Fläche belohnt werde. Die bisherigen Versuche, über das Greening einen Teil der Direktzahlungen an ökologische Auflagen zu binden, sehen sie nicht als erfolgreich an.