In der vergangenen Woche hat die Discountkette Lidl auch polnische Rohwurst ins Sortiment genommen und dafür breit geworben. Nach besorgten Reaktionen von Landwirten wegen einer möglichen Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) nahm der Discounter auf eine Presseanfrage hin Stellung. Lidl-Pressesprecherin Melanie Pöter stellte klar, dass der Bezug von Rohstoffen aus ASP-Ländern ausschließlich aus den sogenannten freien Gebieten erfolge. In diesen liegen gemäß Durchführungsbeschluss 2018/169 der Europäischen Kommission vom 1. Februar keine Beschränkungen aufgrund der ASP vor. Pöter wies zudem darauf hin, dass aktuell im gesamten Markt Wursterzeugnisse aus osteuropäischer Rohware verkauft würden. Der Deutsche Jagdverband bat wegen der polnischen Rohwurst das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) um eine Einschätzung. In dieser heißt es, dass es strenge Auflagen beziehungsweise Beschränkungen für die Restriktionszonen gebe, die im Falle eines Ausbruchs eingerichtet würden. „Aus diesen Gebieten kommen keine Produkte in den internationalen Handel, auch nicht zu einem Discounter“, betonte das FLI.
08 - Lidl-Rohwurst ist keine ASP-Gefahr
Lidl-Wurst kommt aus ASP-freien Gebieten. Foto: landpixel