09 - Halbzeit bei Monsanto-Übernahme

Bei der Übernahme des US-Saatgutkonzerns Monsanto sieht sich der Vorstand der Bayer AG „vollkommen im Plan“. „Wir kommen gut voran“, versicherte der Vorstandsvorsitzende des Konzerns, Werner Baumann, am Mittwoch vergangener Woche bei der Jahresbilanzpressekonferenz in Leverkusen. Er bekräftigte zudem, dass der Erwerb von Monsanto nicht auf Kosten anderer Geschäfte gehen werde. Baumann erklärte, die Übernahme sei kein Sprint, sondern eher ein Marathon. Gefragt nach der bereits nach seiner Einschätzung zurückgelegten Wegstrecke sagte der Vorstandschef, vielleicht 22 km oder 24 km oder 27 km der bekanntermaßen gut 42 km-langen Marathonstrecke. Angesprochen auf sein Treffen mit dem US-Präsidenten Donald Trump erklärte der Bayer-Vorstandsvorsitzende, er habe diesen als „einen sehr interessierten und aufmerksamen Gesprächspartner wahrgenommen“. Es sei in dem Gespräch vor allem darum gegangen, die „Logik des Deals“ verständlich zu machen. Baumann betonte mehrfach, dass gegenüber Trump keine Versprechen gemacht worden seien, die über das hi­nausgingen, was im September bei der Bekanntgabe der Monsanto-Übernahme veröffentlicht worden sei. Der Vorstandschef geht weiterhin davon aus, die Transaktion bis Ende 2017 abschließen zu können.