09 - Landwirtschaft als Schlüssel zu internationaler Stabilität

Die zentrale Rolle von Landwirtschaft und Ernährung in der internationalen Krisenprävention hat Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt unterstrichen.

Christian Schmidt

„Eine starke Landwirtschaft ist ein Stabilitätsanker in Krisengebieten“, sagte der Minister Mitte Februar bei der Münchener Sicherheitskonferenz. Seinen Ausführungen zufolge kann die Landwirtschaft Bleibeperspektiven für die Menschen eröffnen, weil sie die Lebensbedingungen der Bevölkerung vor Ort verbessere und für Wachstum und Wertschöpfung sorge. Schmidt sprach sich dafür aus, Sicherheitspolitik und Ernährungssicherung zukünftig gemeinsam zu denken: „Wir müssen Krisenherde eindämmen, bevor ein Flächenbrand entsteht.“ Man müsse mit Hilfe zur Selbsthilfe vor Ort sein, „noch bevor Menschen darüber nachdenken, ihre Heimat zu verlassen“. Zivile Krisenprävention muss nach den Worten des früheren langjährigen Verteidigungspolitikers militärische Strategien ergänzen. Die Landwirtschaft sei ein politischer und wirtschaftlicher Stabilitätsfaktor und damit ein ganz entscheidender Teil der zivilen Krisenprävention. Die Agrar- und Ernährungspolitik sieht Schmidt in der Verantwortung, einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Stabilität weltweit zu leisten.