Nach wie vor sind zum angekündigten staatlichen Tierwohllabel nur wenige Fakten hinsichtlich der Kriteriengestaltung bekannt, weshalb es den Tierhaltern teilweise an Planungssicherheit mangelt. Darauf hat der Marktreferent der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN), Matthias Quaing, vergangene Woche Mittwoch auf der Wintertagung der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) in Hannover hingewiesen. Die Umsetzung der Kennzeichnung nannte er nach bisherigem Stand „mehr Schein als Sein“; einzig bekannt sei im Grunde das Aussehen des Labels. Auf Seiten des Ministeriums sei „überhaupt keine Strategie“ zu erkennen; vielmehr entstehe der Eindruck einer „getriebenen Politik“ die aus dieser Position heraus Forderungen stelle. Quaing bezeichnete die „Initiative Tierwohl“ als Erfolgsprojekt, allein deshalb, weil sie „auf eindrucksvolle Weise“ die Handlungsbereitschaft der Landwirte gezeigt habe und bereits einen deutlich höheren Marktanteil abdecke als alle bisherigen Ansätze in Deutschland zusammen.