Fachleute und Laien fühlen sich nur bedingt durch zentrale Themen im gesundheitlichen Verbraucherschutz wie Glyphosat, Arsen in Reis oder Aluminium in Körperpflegeprodukten bedroht. Das ist zumindest ein Ergebnis der aktuellen Stakeholder- und Bevölkerungsbefragung zum gesundheitlichen Verbraucherschutz in Deutschland, die das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) am Donnerstag vergangener Woche vorgestellt hat. Sehr unterschiedlich ist laut der Befragung zudem, wie stark zentrale Themen des gesundheitlichen Verbrauchschutzes der letzten Jahre noch präsent sind. Während sich an Aluminium in Körperpflegeprodukten und den Pflanzenschutzmittelwirkstoff Glyphosat laut BfR-Umfrage gut drei Viertel der Befragten aus der Bevölkerung und 99% der Experten erinnern konnten, war das Thema Arsen in Reis und Reisprodukten hingegen weniger im Gedächtnis. Nur ein Teil der Befragten, der sich an das jeweilige Thema erinnern konnte, fühlte sich dadurch stark oder sehr stark in seiner Gesundheit bedroht. Das war ein Fünftel bei Arsen in Reis, ein Viertel bei Glyphosat und ein Drittel bei Aluminium in Körperpflegemitteln. Von allen Befragten, die sich durch Aluminium in Körperpflegeprodukten bedroht fühlten, änderten 89 % als Reaktion ihr Verhalten. Im Fall von Reis und Arsen änderten rund zwei Drittel derer, die sich dadurch bedroht fühlten, ihr Verhalten; bei Glyphosat war es knapp die Hälfte.