Die Hilfsgelder der EU für von der jüngsten Serie an Erdbeben betroffene Landwirte in Mittelitalien sind verteilt. Wie das Landwirtschaftsministerium in Rom kürzlich mitteilte, hat die italienische EU-Zahlstelle Agea 50 Mio. € an die betroffenen Betriebe ausgezahlt. Insgesamt wurden rund 13 000 Anträge positiv beschieden. Die Gelder sollten dazu beitragen, die Liquidität der Landwirte „in dieser schwierigen Zeit“ zu erhalten, erklärte Ressortchef Maurizio Martina. Nach Regionen aufgeschlüsselt floss die größte Summe, nämlich 28,4 Mio. €, nach Umbrien. Die Landwirte in der Region Marken erhielten insgesamt 11,7 Mio. €, in die Abruzzen gingen 7,5 Mio. € und nach Latium 2 Mio. €. Zuvor waren bereits insgesamt 9 Mio. € ausgezahlt worden. Im Januar und dann nochmals im August und Oktober 2016 war Mittelitalien von einer Reihe von Erdstößen heimgesucht worden. Unterdessen schätzt der italienische Landwirtschaftsverband der Familienbetriebe (Coldiretti), dass nicht einmal 15 % der von der ersten Erdbebenserie betroffene Tiere in mobile Ersatzställe untergebracht wurden. Die Erdbeben hätten eine Region mit überwiegend Agrarwirtschaft und Agrotourismus getroffen, so der Verband.