100 Jahre alte Magnolien und mehr

Foto: Sabine Aldenhoff

Die Geschichte des Pauenhofes kann Familie Adams bis ins 18. Jahrhundert zurückverfolgen. Noch heute wird das damals erbaute Wohnhaus mit den Stallungen genutzt. Ein Garten und ein Backhaus gehörten schon immer dazu, ursprünglich zur Selbstversorgung. Im Jahr 1911 pflanzte der Urgroßvater von Ursula Adams zwei Magnolien. Diese inzwischen über 100 Jahre alten Bäume sind die Besonderheit des Bauerngartens im Kamp-Lintforter Stadtteil Saalhoff am Rande der Leucht.

Im Sommer spenden die beiden pflanzlichen Methusalems angenehmen Schatten auf der Wiese des ältesten Gartenteils. Wenn die Magnolien im Frühjahr in ihren zwei Rosatönen blühen, ist es eine unglaubliche Pracht. „Mein Urgroßvater hat die Magnolien wohl als Sträucher gepflanzt, daher sind sie heute mehrstämmig. Solche Tulpenmagnolien müssen damals eine Seltenheit gewesen sein“, vermutet Ursula Adams. Die Bäume sind pflegeleicht, ab und zu schneidet die Hobbygärtnerin tote Zweige heraus, viel mehr ist nicht nötig. Der Rasen unter den Kronen wird alle zwei Jahre gedüngt. Dank der flachwurzelnden Magnolien konnten sich die Krokusse im Gras ausbreiten; Wühlmäuse mögen offenbar das Milieu der Magnolienwurzeln nicht.

Mehr in LZ 31-2023 ab S. 52