Vor einer Freigabe unternehmenskritischer Daten einzelner Betriebe im Zuge der voranschreitenden Digitalisierung in der Landwirtschaft hat der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Bernhard Krüsken, gewarnt. Bei der Veranstaltung „Sitzungswoche Agrar“ am Donnerstag vergangener Woche in Berlin mahnte er offene Systeme, Schnittstellen und eindeutige Standards statt herstellerspezifischer Systeme an. Die Integration der Daten in der Kette sollte man außerdem nicht um ihrer selbst willen vorantreiben, forderte Krüsken. Vielmehr sollte klar sein, dass die Landwirte dafür einen Mehrwert erwarteten und auch bekommen müssten. Einigkeit bestand bei den Podiumsteilnehmern darüber, dass ein frei verfügbarer Pool an Daten notwendig sei, um mit der Digitalisierung in der Landwirtschaft voranzukommen und einen Mehrwert für die Industrie und vor allem für die Landwirte zu erzielen. Unterschiedliche Ansichten gab es aber darüber, wer diese „Daten-Allmende“ bereitstellen und verwalten soll.