Darin bezeichnen die Grünen den ökologischen Landbau als ihr „Leit- und Vorbild“. In den nächsten sieben Jahren will man den Öko-Landbau mit 1 Mrd. € fördern. Gleichzeitig müsse die landwirtschaftliche Produktion auf der gesamten Fläche umweltverträglicher werden. „Wir wollen bäuerlich wirtschaftende Betriebe schützen, die im Einklang mit der Natur produzieren und unsere gewachsenen Kulturlandschaften bewahren“, heißt es in dem Programm, das die Spitzenkandidaten Karin Göring-Eckhardt und Cem Özdemir in Berlin vorstellten. Nach dem Willen der Grünen soll in den nächsten 20 Jahren ein Ausstieg aus der „industriellen Massentierhaltung“ vollzogen werden. Dazu dienen soll der bereits vor einigen Monaten skizzierte „Pakt für faire Tierhaltung“. Damit will man gewährleisten, dass sich eine „tier- und umweltgerechte Haltung auch wirtschaftlich rechnet“. Einführen will die Partei eine Haltungskennzeichnung von Fleisch nach dem Vorbild der Eierkennzeichnung. Beendet werden soll der Einsatz von „besonders schädlichen und gesundheitsgefährdenden Stoffen wie Glyphosat und Neonikotinoiden“. Dazu soll ein Programm aufgelegt werden. Bei der Weiterentwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik wollen die Grünen durch eine Umschichtung der EU-Direktzahlungen Geld für eine „tier- und umweltfreundliche Landwirtschaft“ mobilisieren.