11 - Phosphor-Richtwerte abgesenkt

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Eine Absenkung der Richtwerte für die Phosphor-Gehaltsklassen im Boden hat der Verband Deutscher Landwirtschaftlicher Untersuchungs- und Forschungsanstalten (VDLUFA) beschlossen. Dem VDLUFA zufolge wird die in der vergangenen Woche von den beiden zuständigen Fachgruppen Pflanzenernährung und Bodenuntersuchung einmütig getroffene Entscheidung Auswirkungen auf die künftige Düngegesetzgebung haben. Wie der Verband weiter mitteilte, sind die neuen Werte das Ergebnis eines mehrjährigen Prozesses, bei dem alle verfügbaren wissenschaftlich fundierten Daten die Richtschnur des Handelns gewesen seien. Nach den neuen Richtwerten liegt die Spanne des Optimalbereichs im Oberboden nun bei 3,1 mg bis 6 mg P je 100 g Boden; bisher waren 4,5 mg bis 9 mg zulässig. Damit die neuen Werte effektiv in die Praxis umgesetzt werden könnten, sei es notwendig, künftig noch mehr als bisher den Düngebedarf der jeweiligen Kulturpflanze zu berücksichtigen und den Kalkzustand des Bodens im Optimum zu halten. Nach den Worten von VDLUFA-Präsident Prof. Franz Wiesler tragen die neuen Werte zum einen den wissenschaftlichen Erkenntnissen der letzten 15 Jahre Rechnung und ersparen Landwirten bei weiterhin hohem Ertragsniveau erhebliche Kosten für die Phosphordüngung.