Durch den langjährigen Einsatz finden sich mittlerweile Metabolite der Bodenherbizide Metolachlor und Dimethenamid im Grundwasser. Betroffen sind Regionen mit hoher Maisdichte auf sorptionschwachen Böden. Um die Versickerung von Metaboliten zu vermeiden, gibt es drei Ansatzpunkte. Erstens: Förderung der biologischen Aktivität des Bodens durch Humusaufbau. Dies gelingt am besten in Systemen mit konservierender Bodenbearbeitung. Je aktiver das Bodenleben, desto schneller werden Wirkstoffe und auch Metabolite abgebaut. Zweitens: Eine Reduktion der eingesetzten Mengen. Dies gelingt mit Hilfe von Spritzfolgen. Durch eine zweimalige Anwendung kann auf einen Teil der Bodenherbizidmenge verzichtet werden. Drittens: Mechanische Maßnahmen. Unter feuchten Bedingungen oder auf tonigen Böden ist es oft nicht möglich, eine zufriedenstellende Unkrautkontrolle über ausschließlich mechanische Verfahren zu erreichen. Wenn es aber passt, kann zum Beispiel durch Blindstriegeln die erste Unkrautwelle abgeräumt werden.
Lesen Sie mehr in LZ 11-2017, S. 20