12 - Auf Klimawandel einstellen

Mit Blick auf den fortschreitenden Klimawandel hat der Vizepräsident des Deutschen Wetterdienstes (DWD), Dr. Paul Becker, den Ackerbauern zum Einsatz möglichst robuster Kulturpflanzen geraten. Bei der Vorstellung der Wetter- und Klimabilanz 2016 machte Becker am Dienstag vergangener Woche in ­Berlin deutlich, dass generelle Ratschläge in Bezug auf die Anpassung der Landwirtschaft wegen der regional höchst unterschiedlichen Entwicklungen schwierig seien. Dennoch sei klar, dass die Zahl heißer Tage, aber auch das Auftreten von Starkniederschlägen tendenziell zunehmen dürften. Auf massive Regengüsse oder Hagelschläge kann der Ackerbau nach Einschätzung des DWD-Vize­prä­si­den­ten kaum mit ­agronomischen Lösungen reagieren. Hier rät er statt­dessen zur Entwicklung tragfähiger Versicherungslösungen. Eine zunehmende Häufigkeit heißer Witterungsperioden erfordert laut Becker hingegen den ­Einsatz robuster Pflanzen, die solche Perioden ohne Totalausfälle durchstehen können. Er machte zudem deutlich, dass solche Pflanzen auch mit Frosteinbrüchen klarkommen müssten. Selbst bei steigenden Durchschnittstemperaturen seien immer ­wieder Ausreißer nach unten möglich, erklärte Becker.