Mehrere Bundesländer haben in der vergangenen Woche die allgemeine Stallpflicht für Geflügel zum Schutz vor einer Ansteckung mit der hochansteckenden aviären Influenza gelockert oder weitgehend aufgehoben. In Bayern sei das Geflügelpestgeschehen bei Wildvögeln in den letzten Wochen rückläufig gewesen, weshalb sie die allgemeine Stallpflicht für ganz Bayern lockern werde, teilte Umweltministerin Ulrike Scharf am Donnerstag vergangner Woche mit. Auch im stark von der Geflügelpest betroffenen Mecklenburg-Vorpommern gibt es Erleichterungen für die Geflügelhalter. Die Stallpflicht endete mit Ausnahme der Risikogebiete in weiten Teilen des Landes am vergangenen Samstag. In Nordrhein-Westfalen teilte das Landwirtschaftsministerium am selben Tag mit, dass es die Landesvorgaben für die Aufstallung von Geflügel aufgehoben habe. Die Entscheidung, ob in einzelnen Regionen das Geflügel weiterhin im Stall bleiben müsse, liege nun bei den Kreisen und kreisfreien Städten. Derzeitiger Hotspot der Geflügelpest im Bundesgebiet ist der Landkreis Cloppenburg und dort insbesondere die Gemeinde Garrel. Dort wurde am vergangenen Freitag in drei weiteren Putenbetrieben ein Geflügelpestausbruch bestätigt; es mussten insgesamt rund 16 000 Tiere getötet werden.