Die Bedeutung eines funktionierenden Binnenmarktes für die europäische Milchwirtschaft haben Vertreter der Branche unterstrichen. Bei der Veranstaltung des EU-Dachverbands der Milchindustrie (EDA), „Dairy – Jobs, Growth and Investment in the Common Market“, am Mittwoch vergangener Woche stellte EDA-Präsident Michel Nalet in seiner Eingangsrede fest, dass der Binnenmarkt in allen diskutierten Zukunftsszenarien der EU enthalten sei. Dieser sei für den Erfolg der Milchindustrie zwingend erforderlich. Allerdings könne der Binnenmarkt gegenüber dem jetzigen Status quo noch deutlich stärker harmonisiert werden, stellte der Präsident von FoodDrinkEurope, Gilles Morel, fest. Problematisch seien etwa die immer noch unterschiedlichen Veterinärvorschriften der Mitgliedsländer. Der Stellvertretende Generaldirektor der Generaldirektion Wachstum der EU-Kommission, Antti Ilmari Peltomäki, räumte ein, dass es zum Teil eine Überregulierung durch die EU gebe. Hier bestehe weiterhin Handlungsbedarf. Prof. Roel Jongeneel von der Universität Wageningen, bezeichnete den gemeinsamen Binnenmarkt als eine der wichtigsten Errungenschaften der EU.