13 - Brüssel reagiert verhalten auf Fleischskandal in Brasilien

Auf den Skandal um verdorbenes und gestrecktes Fleisch in Brasilien hat die Europäische Union vergleichsweise verhalten reagiert. Während Länder wie China einschließlich Hongkong, Chile und Mexiko nach Bekanntwerden der Vorfälle ihre Grenzen für brasilianisches Fleisch schlossen, ließ sich die EU-Kommission am Montag vergangener Woche zusichern, dass keine Lieferungen mehr durch die in den Skandal verwickelten brasilianischen Fleischbetriebe in die EU erfolgen würden. Zuvor hatte bereits die Regierung in Brasília die betroffenen Betriebe für den Export gesperrt. Daneben forderte die EU-Kommission von Brasilien weitere Infos zu den Vorfällen, beispielsweise wohin welches Fleisch bereits geliefert worden sei. Hinsichtlich der Freihandelsgespräche der EU mit der südamerikanischen Staatengemeinschaft Mercosur erklärte ein Kommissionssprecher gegenüber Agra-Europe, dass besonderer Wert auf hohe Hygienestandards in den Verhandlungen gelegt werde. Diese müssten den europäischen Standards entsprechen. An die Mitgliedsländer appellierte die Kommission unterdessen, die Kontrollen von Importware aus Brasilien zu verschärfen.