Die führenden Schweineschlachtunternehmen in Deutschland haben im vergangenen Jahr ihre Marktposition in der Regel weiter ausbauen können. Obwohl das Schlachtaufkommen im Bundesgebiet 2016 auf dem Vorjahresniveau von 59,4 Mio. Tieren stagnierte, stieg die Zahl der bei den Top-10-Betrieben zerlegten Schweine um 2,3 % auf 45,5 Mio. Stück. Das geht aus dem aktuellen Schlachthofranking der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) hervor, das am Donnerstag vergangener Woche veröffentlicht wurde. Demnach erhöhte sich der aggregierte Marktanteil der zehn größten Schweineschlachter gegenüber 2015 um 1,8 Prozentpunkte auf den neuen Höchstwert von 76,7 %. Mehr als die Hälfte aller Schweine in Deutschland, nämlich 55,7 %, kam allein bei den drei Fleischunternehmen Tönnies, Vion und Westfleisch an den Haken. Im Unterschied zu seinen Wettbewerbern konnte Branchenprimus Tönnies laut ISN seine Schweineschlachtungen in Deutschland 2016 erstmals in der Firmengeschichte nicht steigern; sie lagen mit 16,2 Mio. Stück auf dem Vorjahresniveau.