Das wegen des Verdachts auf verbotene Preisabsprachen beim Verkauf von Pflanzenschutzmitteln laufende Verfahren des Bundeskartellamtes gegen mehrere deutsche Agrarhandelsunternehmen zieht sich. Wie ein Sprecher der Bonner Wettbewerbsbehörde am Mittwoch vergangener Woche auf Anfrage mitteilte, ist noch völlig unklar, wann das Verfahren beendet sein wird. In den nächsten Wochen werde dies nicht der Fall sein, so der Sprecher. Wie üblich werde das Kartellamt darüber erst informieren, wenn das Verfahren abgeschlossen sei. Auch der unter anderem betroffenen Agravis Raiffeisen AG liegen zu dem Verfahren keine neuen Infos vor. Wie Finanzvorstand Johannes Schulte-Althoff am Dienstag vergangener Woche bei der Bilanzpressekonferenz in Münster mitteilte, hat sich „seit der Bilanzpressekonferenz im vergangenen Jahr an unserem Sachstand nichts geändert“. Anfang März 2015 hatte das Bundeskartellamt auf der Grundlage eines Beschlusses des Amtsgerichtes Bonn mehrere deutsche Agrarhandelsunternehmen durchsucht, darunter die Agravis Raiffeisen AG, die Baywa AG und die Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main (RWZ). Durchsucht worden waren darüber hinaus auch die Büros des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV).