14 - Eiweißimporte wichtig für tierische Veredlung

In einem Positionspapier analysiert der Deutsche Verband Tiernahrung (DVT) die „Bedeutung der eiweißliefernden Rohstoffe für die tierische Veredelung in Deutschland“. Darin weist der Verband darauf hin, dass in Deutschland bei der Versorgung von Nutztieren gemessen am Gesamtfutteraufkommen ein Eiweißdefizit zwischen 20 % und 30 % bestehe. Nach seiner Auffassung kommt man daher nicht um den Import von Proteinträgern wie Soja herum, will man die Versorgung der deutschen Tierhaltung mit nachhaltig erzeugten Futtermitteln sicherstellen. In diesem Zusammenhang stellt der Verband zudem fest, dass der weitaus größte Anteil der weltweiten Soja- und Rapserzeugung mit Hilfe gentechnisch veränderter Organismen (GVO) erfolge. Eine Umstellung der Produktionsmethoden auf GVO-freie Pflanzen dürfte wegen des vergleichsweise kleinen Anteils der Europäischen Union am globalen Sojamarkt unwahrscheinlich sein. Im Fall eines politisch verordneten Verzichts auf solche Importe nach Deutschland oder in die EU wäre deshalb laut DVT mit massiven Wettbewerbsverzerrungen und mit Versorgungsengpässen zu rechnen. Mittelfristig dürfte sich die tierische Erzeugung in andere EU-Mitgliedstaaten oder nach Südamerika verlagern.