14 - Lokale Betäubung als Alternative bei Ferkelkastration

Beim Ausstieg aus der betäubungslosen Ferkelkastration in Deutschland muss die Lokalanästhesie eine zusätzliche Alternative sein, die als „4. Weg“ vom Bundeslandwirtschaftsministerium unterstützt und gefördert wird. Das haben stufenübergreifend Vertreter aus Erzeuger- und Beratungsorganisationen, der genossenschaftlichen Vieh- und Fleischvermarktung sowie der bundesweit tätigen Schlachtunternehmen bei einer Fachtagung Mitte März im mittelfränkischen Herrieden gefordert. In einer Erklärung machten sie deutlich, dass für den Ausstieg aus der betäubungslosen Ferkelkastration tierschutzgerechte und praxistaugliche Verfahren benötigt würden, die die deutschen Schweinefleischerzeuger vor allem im EU-Binnenmarkt wettbewerbsfähig hielten. Der Sektor könne wegen der verbraucher- und kundenseitigen Anforderungen und Produktspezifikationen nicht vollständig auf die Kastration verzichten, ohne die deutsche Ferkelerzeugung gegenüber den EU-Wettbewerbern erheblich zu benachteiligen. Dadurch seien gravierende Folgen für den Strukturwandel zu befürchten.