Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt sieht Bewegung in der milchpolitischen Debatte in Deutschland. Er begrüße, „dass die Unternehmen und Verbände zur Diskussion über Reformen am Milchmarkt bereit sind“, erklärte der Minister nach seinem „Milchstrukturgespräch“ mit Vertretern von Branchenverbänden und Molkereien am Montag vergangener Woche in Berlin. Der CSU-Politiker wies darauf hin, dass mittlerweile auch Anpassungen der Lieferbeziehungen zwischen Milcherzeugern und Molkereien „kein Tabu“ mehr seien. Allerdings müssten Tempo und Umfang der Reformbereitschaft zunehmen, „wenn wir vor der nächsten Krise zu anpassungsfähigen Marktstrukturen kommen wollen“. Schmidt hält eine Modernisierung der Lieferbeziehungen weiterhin für das zentrale Thema. Künftig dürfe das Preisrisiko in der Wertschöpfungskette nicht allein bei den Milcherzeugern liegen. Schmidt kündigte an, er werde den Dialog mit der Wirtschaft fortsetzen. Im Sommer werde er die Beteiligten der Wertschöpfungskette zu einem zweiten Milchgipfel einladen. Zuvor will der Ressortchef einen „Milchbericht“ vorlegen, der die Situation auf dem Milchmarkt und Schlussfolgerungen aus der politischen Diskussion darlegen soll. Die Reaktionen aus dem Teilnehmerkreis auf das Milchstrukturgespräch fielen positiv aus.