Triticale ist in diesem Jahr sehr gut entwickelt. Ganz anders als in den Vorjahren, sind die meisten Bestände noch recht gesund. Das beruht zum einen auf einem Sortenwechsel. Die neuen Sorten Lombardo, Barolo und Tantris sind deutlich gesünder als die älteren Sorten Dinaro, Grenado, Aveo oder Agendus. Auch Adverdo mit sehr hoher Mehltauanfälligkeit steht nur noch auf kleiner Fläche. Zum anderen hat die Herbst- und Winterwitterung deutlich geringere Infektionen ermöglicht als in den Vorjahren. Was sonst zur Krankheitsprophylaxe in Triticale zu tun ist, erläutert Hermann Hanhart, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.
Momentan ist Gelbrost nur in wenigen Beständen, vorzugsweise am Niederrhein und im Nordosten von NRW in der Region um Minden-Lübbecke, vorhanden. Veränderungen im Rassenspektrum führen auch bei Triticale zu einer veränderten Anfälligkeit. Waren Tulus und Tantris 2014 noch sehr gut resistent gegen Gelbrost, so konnte man in beiden Sorten im letzten Jahr Gelbrost finden. Auch Lombardo und Barolo sind nicht gelbrostresistent, allerdings erreichen die genannten Sorten nicht die hohe Gelbrostanfälligkeit der zuvor angebauten Triticalesorten.
Mehr in LZ 15-2017, S. 22