Die Schnittreife von Grünlandbeständen ist mit dem Beginn des Ähren- oder Rispenschiebens der Hauptbestandsbildner erreicht. Verzögert sich die Ernte über diesen Zeitpunkt hinaus, steigen im Pflanzenmaterial die Rohfasergehalte an. Hiermit gehen ein Rückgang der Verdaulichkeit der organischen Masse und somit ein Absinken der Energiekonzentration einher. Wird jedoch deutlich vor dem Zeitpunkt des Ähren-/Rispenschiebens mit der Ernte begonnen, so wird zum einen nicht das volle Ertragspotenzial des Aufwuchses ausgenutzt, sondern es wird ferner ein sehr strukturarmes, proteinreiches Futter geborgen. Proteinreiche Futter sind aber aufgrund ihrer stark puffernden Eigenschaften deutlich schwerer silierfähig als solche, die zum optimalen Zeitpunkt geerntet wurden.
Mehr in LZ 16-2017, S. 18